| Das Ehrenamt braucht mehr Öffentlichkeit |
| Freitag, 27. Oktober 2006 | |
Die THW Bundesvereinigung e.V. und THW Stiftung haben am 24. Oktober 2006 in das neue THW- Kommunikationszentrum geladen. Im Fokus der Veranstaltung stand das Bild des Ehrenamts in der Öffentlichkeit und wie man seine Bedeutung und Effizienz verstärken kann. Frei nach dem Leitsatz: Tue Gutes und rede darüber!
Der Präsident der THW Bundesvereinigung, MdB Hans-Joachim Fuchtel, das Präsidium, der Vorstand sowie das Kuratorium der Stiftung begrüßten rund 120 Repräsentanten aus allen gesellschaftlichen Schichten, um den Stellenwert des Ehrenamtes in der Gesellschaft zu diskutieren. Die Podiumsteilnehmer Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, und Georg Boomgaarden, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, brachten die Wahrnehmung ehrenamtlicher Tätigkeit aus ihren eigenen Reihen pointiert auf den Punkt, was eine lebhafte Diskussion unter den Teilnehmern auslöste. Laut Haasis begrüßten die Arbeitgeber das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter durchaus und seien sogar stolz darauf. Schließlich sei es ehrenwert, dass die Mitarbeiter sich in ihrer Freizeit engagieren. Zudem würden ihnen dadurch Fähigkeiten wie Organisationstalent und soziale Kompetenz vermittelt – „Schlüsselqualifikationen, die gerade im Arbeitsalltag gefordert sind“, ist Haasis überzeugt.Wichtig sei allerdings auch, dass man nicht nur Gutes tut, sondern auch darüber redet. Denn das Ehrenamt erfahre in der Öffentlichkeit zu wenig Anerkennung, fanden Ralf Ackermann und Klaus Strebe, Moderator der Podiumsdiskussion. Das liege daran, dass eine öffentlichkeitswirksame Darstellung häufig gar nicht stattfinde. Deshalb unterstrich Staatssekretär Georg Boomgarden wie wichtig es sei, sich öffentlich für das Ehrenamt stark zu machen. Insbesondere dann, wenn die Medien nicht über jeden erfolgreichen Auslandseinsatz oder ein gelungenes Projekt des THWs in Deutschland berichten. Der hessische THW-Landessprecher, Jürgen Maier, appellierte an die Politik, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die ehrenamtlich Tätigen Perspektiven geben: Nach der Wiedervereinigung gab es massive Einschnitte beim Zivil- und bundesweiten Katastrophenschutz, bewährte Strukturen wurden zum Teil zerschlagen. In dieser Zeit wurden viele ehrenamtlich Tätige angeblich nicht mehr gebraucht. „Heute erweist sich das als Fehler“, so Maier. Schließlich regte MdB Gerold Reichenbach an, die Ausbildung der Ehrenamtler mit den Handwerkskammern und der IHK enger zu verzahnen, um für das Ehrenamt sowie die Wirtschaft einen Mehrwert zu schaffen. Die gelungene Podiumsdiskussion regte alle Teilnehmer an, sich noch mehr dafür zu engagieren, dass das Ehrenamt in der Gesellschaft zu der Bedeutung gelangt, die ihr zukommt. |
Die THW Bundesvereinigung e.V. und THW Stiftung haben am 24. Oktober 2006 in das neue THW- Kommunikationszentrum geladen. Im Fokus der Veranstaltung stand das Bild des Ehrenamts in der Öffentlichkeit und wie man seine Bedeutung und Effizienz verstärken kann. Frei nach dem Leitsatz: Tue Gutes und rede darüber!
Der Präsident der THW Bundesvereinigung, MdB Hans-Joachim Fuchtel, das Präsidium, der Vorstand sowie das Kuratorium der Stiftung begrüßten rund 120 Repräsentanten aus allen gesellschaftlichen Schichten, um den Stellenwert des Ehrenamtes in der Gesellschaft zu diskutieren. Die Podiumsteilnehmer Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Ralf Ackermann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, und Georg Boomgaarden, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, brachten die Wahrnehmung ehrenamtlicher Tätigkeit aus ihren eigenen Reihen pointiert auf den Punkt, was eine lebhafte Diskussion unter den Teilnehmern auslöste. Laut Haasis begrüßten die Arbeitgeber das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter durchaus und seien sogar stolz darauf. Schließlich sei es ehrenwert, dass die Mitarbeiter sich in ihrer Freizeit engagieren. Zudem würden ihnen dadurch Fähigkeiten wie Organisationstalent und soziale Kompetenz vermittelt – „Schlüsselqualifikationen, die gerade im Arbeitsalltag gefordert sind“, ist Haasis überzeugt.